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„Apfelringliturmfest“ auf der Expo:

27. May 2015

Die Welt feiert sich – der Thurgau ist mit dabei

Der Schweizer Bauernverband lud am 14. Mai zum „Apfelringliturmfest” in den Schweizer Pavillon an der Expo Milano ein. Die Alphornbläserin Lisa Stall umrahmte den Anlass musikalisch und eine Gruppe Turnerinnen aus Märwil setzen gemeinsam mit der Thurgauer Apfelkönigin in ihrem „Danza die mele” die Apfelringli so grossartig in Szene, dass die Zuschauer auch von den Terrassen des benachbarten deutschen Pavillons applaudierten. Das Fest war sehr gelungen. Wie überhaupt der Auftritt der Schweiz an dieser Expo. Mit seinen vier Türmen nimmt er das Thema „Den Planeten ernähren – Energie für das Leben” äusserst präzise auf. Wie Botschafter und Chef von Präsenz Schweiz Nicolas Bideau treffend formuliert, bedient die Schweiz für einmal weniger die üblichen Schweizer Klischees von schönen Landschaften und herrlichen Bergbildern. Hier kommen andere zentrale schweizerische Eigenschaften wie Neutralität, Basisdemokratie, Ernsthaftigkeit in der Sache und Grosszügigkeit zum Tragen. Mit dem Konzept, dass man sich in den Türmen gratis bedienen darf, sind alle Besucher und Besucherinnen gefordert zu wirtschaften und nachfolgenden noch etwas zu hinterlassen. 
Obwohl die Expo ihre Tore erst vor weniger als 3 Wochen eröffnet hatten, ist bereits klar, dass die Apfelringli der „Renner” im Schweizer Pavillon sind. Das Produkt ist typisch schweizerisch, innovativ und traditionell, aber auch für viele, die es zum ersten Mal probieren, kulinarisch gesehen neu. Damit setzen die Ringli einen Kontrapunkt zu den Turminhalten Wasser, Salz und Kaffee. Sie repräsentieren als natürliches und gesundes Produkt ideal die Schweizer Landwirtschaft mit all ihrer Biodiversität. Toll, dass mehr als die Hälfte davon im Thurgau getrocknet wurden.

Viele Besucher und Besucherinnen kommen ohne grosse Erwartungen an diese Expo. Als sehr positiv überrascht, beschreiben sich die meisten am Abend. Die Expo ist ein Wohlfühl-Anlass, den man müde aber beschwingt verlässt. Für einmal ist es eine allgemeine Unbeschwertheit die so viele Nationen auf kleinstem Raum miteinander verbindet. Vergessen scheinen Diskussionen um Zuwanderung, Asylquoten und Staatskredite. Man erlebt redliches Interesse an Fremdem und ein respektvolles Miteinander. Dabei kommt dem Gastgeberland Italien eine zentrale Rolle zu. Es sorgt für eine entspannte Stimmung. Denn breite Wege unter Sonnensegeln, ein vielfältiges kulinarisches Angebot, wenig sinnlos gedrucktes Material und regelmässige Trinkwasserstationen (gratis) gestalten den Aufenthalt sehr angenehm. Ein Besuch lohnt sich. 


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